Hochzeitstagebuch: Das Brautkleid, ein Traum in Weiß #2

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Say Yes to the Dress

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Wenn das alles bloß so einfach wäre … Bereits im Februar hat die liebe Sandra eine kleine Brautmoden-Tour für mich organisiert – oh es war so schön – deshalb hier und jetzt gleich noch einmal ein großes DANKESCHÖN für Ihre Zeit! In zwei Tagen wollten wir das perfekte Brautkleid für mich finden. Kann doch gar nicht so schwer sein oder?

Freitag Mittag haben wir uns als erstes bei Steinecker getroffen. In ganz kleiner Runde natürlich *zwinkerzwinker* mit dabei waren meine Trauzeugin, meine Mama, meine beiden Schwestern und Sandra & Cat von Oh Darling let’s celebrate. Hier war alles noch ganz konfus, denn ich hatte noch überhaupt keine Ahnung was ich in etwa haben will! Daher habe ich beschlossen, dass jede von meinen Begleiterinnen ein Kleid aussuchen darf, dass ich probieren werde. Stöbernd quer durch den Laden hat jede der Damen schnell ein Kleid gefunden, ich habe natürlich wieder am Längsten gebraucht um eine Entscheidung zu treffen und habe das Brautkleid in der Auslage gewählt. Husch husch und ab in die Kabine als Mädchen und raus kam ich als Prinzessin – es war ein überwältigendes Gefühl!

Strahlende Augen da und ein Lächeln dort, die Mädls haben gestaunt, genauso wie ich! Ein seidener Traum aus Italien – Guiseppe Papini hat mit einer glatten Korsage und einem weiten Rock genau meinen Geschmack getroffen. Weil es nicht nur bei einem Kleid bleiben sollte, schlüpfte ich auch gleich ins nächste Kleid, etwas komplett anderes, schlicht wie ein Maturaballkleid, aber wunderschön. Die Blicke meiner Jury verrieten allerdings, dass dies nichts für mich war. And the next one please: Übersäht mit Spitze und einem glitzerndem Gürtel, trat ich ein weiteres Mal aus der Kabine heraus, ebenso zauberhaft schön, aber dennoch waren nicht alle Daumen oben. 10 Kleider, ein Gläschen Sekt und zwei Stunden später wusste ich zumindest schon einmal was mir gefällt und passt. Ein riesen großes Dankeschön an die überaus nette Verkäuferin für ihr Durchhaltevermögen und die gute Laune! Mit dem tollen Ambiente und der fabelhaften Auswahl ist Steinecker eine Top-Adresse für Brautmoden in Wien.

Nach einer kurzen U-Bahnfahrt und einer kleinen Stärkung waren wir bei Sposa-Vienna angelangt. Hier bin ich schnell in fünf Kleider geschlüpft, aber keines konnte wirklich überzeugen und ich war auch schon mit meiner Kraft am Ende! Daher gibt es hier gar nicht so viel zu erzählen – in drei Worten würde ich das Brautmodengeschäft als schlicht, schön und ganz fein bezeichnen.

Eine Nacht und ein leckeres Frühstück im Motto hatte ich Zeit für Erholung bevor es bei Flossmann weiter ging mit der Suche. Eine kleine süße dunkelhaarige Verkäuferin kaum größer als ich (ich bin ja nur 1,60 m groß!) schleppte mir ein Kleid nach dem anderen zum Probieren in die Kabine. Darunter die Marke Pronovias, die mich natürlich ungewollt wieder mit einem Seidenkleid in den Bann gezogen hat. Eines der Kleider hatte Spitze über den Schultern, da hatte meine Mama ihren Traum für mich entdeckt. Aber das war so gar nicht meines! Dennoch konnte ich zwei Kleider in die engere Auswahl nehmen. Da wir aber einen strengen Zeitplan hatten, ging es weiter in das nächste Brautmodengeschäft.

Die perfekte Lage und ein traumhaftes Ambiente sind für das Marketing toll, aber eine überschaubare Auswahl und eine lediglich anwesende Verkäuferin konnten uns im Atelier 7 leider überhaupt nicht begeistern. Dennoch habe ich ein paar Hochzeitskleider anprobiert, darunter ein märchenhaftes Kleid, das umhüllt mit Spitze war – da leuchteten die Augen meiner Schwester!

 

Kleid 1: Guiseppe Papini via Steinecker // Kleid 2: La Sposa via Sposa-Vienna // Kleid 3: Janais via Flossmann

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Brautkleidsuche –  was ist zu beachten?

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1. Termin reservieren: Die meisten Geschäfte bevorzugen es, wenn vorab ein Termin zur Anprobe vereinbart wird.

2. Ein dezentes Make-Up oder am Besten sogar natürliche Schönheit, denn beim Anprobieren geht es wild her und oft werden die Kleider direkt vom Fleck weg verkauft.

3. Helle Unterwäsche, denn diese leuchtet nicht gleich durch Satin und Chiffon. Und wenn vorhanden, dann ist ein trägerloser BH optimal!

4. Damit ich ruckzuck raus bin aus meinen Klamotten, habe ich mir für die Anproben ein einfaches Kleid angezogen. Dadurch können lange Wartezeiten vermieden werden.

5. Und wenn Frau ein Kleid trägt, dann hat sie im besten Fall auch schon eine helle Strumpfhose an!

6. Sollten die Brautschuhe schon vorhanden sein, dann ist es definitiv kein Fehler, diese schon im Handgepäck zu haben, um sie evtl. schon vorab mit der Farbe des Kleides abzustimmen.

7. Jemanden mit einer Kamera ausstatten, damit zuhause nochmal geschmökert werden kann. Kaum eine Verkäuferin wird es verbieten, wenn die zukünftige Braut in den Kleidern fotografiert wird (Merci liebe Cat!).

8. Es war ein unvergessliches Erlebnis, aber ein oder maximal zwei Personen sind genug als Begleitung.

9. Den Moment von ‚im Mittelpunkt stehen‘ genießen und ein Kleid aussuchen in dem Frau sich wohl fühlt und gut bewegen kann.

10. Auf die innere Stimme hören und nicht auf die Begleiterinnen und/oder Verkäuferinnen (diese sollten nämlich lediglich zur Seite stehen und nicht beeinflussen!).

 

Ein Hochzeitsbrauch besagt, dass für den Bräutigam das Brautkleid bis zum Hochzeitstag ein Geheimnis bleiben soll! Mein Freund meinte dazu lediglich: „Ich kaufe doch auch nicht die Katz‘ im Sack!“ Aus diesem Grund muss ich euch und meinen Zukünftigen leider bis Ende Oktober auf die Folter spannen. Was sagt ihr zu diesem Brauch?

 

 

Die besten Adressen für Brautkleider findet ihr übrigens in Teil 1 meiner Beitragsserie hier klicken!

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Marjorie

Hej! Ich bin Marjorie, quasi 'the little sis' der Vienna Fashion Waltz Schwestern. Grau, blau und schwarz sind die Hauptfarben meiner Kleider, aber sonst treibe ich es gerne bunt & chaotisch.

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5 comments on “Hochzeitstagebuch: Das Brautkleid, ein Traum in Weiß #2”

  1. happyface313 sagt:

    🙂 Ich kann verstehen, dass Du Dein Kleid hier (noch) nicht zeigen willst – freue mich, wenn es denn irgendwann so weit ist 🙂
    Liebe Grüße 🙂

    1. Marjorie sagt:

      wäre ja doch zu riskant, dass mein Verlobter hier vorbeischaut 😉 und die Gäste sollten ja auch noch ein wenig überrascht werden! nach der Hochzeit wird es aber ganz sicher auch für euch treuen Leser etwas zu sehen geben!

      Alles Liebe

      1. happyface313 sagt:

        Freu‘ mich drauf! 🙂

  2. Viktoria sagt:

    Ich bin schon sehr neugierig! Du wirst so und so traumhaft aussehen! Ich mag den Brauch – vor allem weil dieser Moment wo man seinem Mann entgegentritt doch sehr einzigartig ist – ich glaube ich war selten in meinem Leben so nervös 😀

    Ein Tipp noch von mir: Wenn man einen Schleier haben möchte, dann sollte man ihn auch gleich probieren. Ich habe einen gehabt aber als ich mich mit dem Ding am Kopf gesehen habe, fand ich es furchtbar. Gerade überlege ich ob ich mir aus der 4 meter schleppe einen Rock machen lasse *gg* Ein teurer Rock *hihi*

    Alles Liebe
    Viki

    1. Marjorie sagt:

      oh dankeschön, sehr lieb von dir! ich hoffe mal, dass ich meinem traumprinzen dann auch gefalle 😐
      aber du hast recht, diese einzigartigen Moment sollte Frau & Mann sich selbst nicht nehmen. huch, da läuft mir glatt die Gänsehaut den Rücken runter.

      der Tipp mit dem Schleier ist klasse, habe auch einige probiert, aber das ist auch so gar nicht meines.
      unbedingt, also ich finde so etwas fabelhaft, denn das Brautkleid verstaubt mehr oder wenier ja doch im Kasten, denn noch einmal anziehen ist auch so eine Sache, warum dann nicht noch etwas daraus nähen, dass Frau auch des öfteren mal tragen und ausführen kann. zusätzlich würde sich aus den 4 Metern sogar noch ein Taufkleidchen ausgehen (das hat mir eine Schneiderin erzählt – machen anscheinend schon sehr viele zukünftige Mamas).

      Süße Grüße
      🙂 🙂 🙂

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