Gast-Reisebericht Triest von Limonelle

Auf einen Kaffee nach Triest
48 h sommer

Jedes Jahr zu Frühlingsbeginn, wenn die Sonne wieder scheint und die Tage länger werden, packt mich die Sehnsucht nach einer frischen Meeresbrise. Also hieß es diesen April wieder raus aus der Stadt und für ein verlängertes Wochenende ab in den Süden! Triest bietet sich wunderbar für diese kurze Stadtflucht an, denn man fährt von Wien mit dem Auto nur ca. 4,5 Stunden.

Bricht man am Morgen auf, kann man also das Mittagessen bereits in einem der typischen Triestiner Buffets genießen. Dies ist jedoch nichts für Vegetarier, denn dort werden hauptsächlich leckere Schweinereien wie z.B. Braten mit Sauerkraut oder eine einfache Semmel mit gesottenem Fleisch, frisch gerissenem Kren (nicht aus dem Glas!) und Senf angeboten. Als Nachtisch gibt es z.B. Apfelstrudel. Nach dem deftigen Genuss empfiehlt sich ein Espresso, am besten in einem der Cafés auf dem Hauptplatz, der Piazza dell’Unitá.

Die Piazza dell’Unitá zeichnet sich insbesondere dadurch aus, dass der Platz zum Meer hin offen ist. Man kann dort wunderbar seinen Espresso, die Sonne und das Meer genießen, während man die vorbeiflanierenden Passanten begutachtet. Und nach dem Espresso kann es schon mal Zeit für einen Aperol-Sprizz sein… Anders als bei uns erhält man in jeder Bar kleine Amuse Gueules oder Knabbergebäck zum Aperitif. Kulinarisch ist Italien einfach kaum zu toppen… Wer gerne Fisch mag, ist übrigens im SaluMare, Triests einzigartiger Fischräucherei, bestens aufgehoben.

Was das Shoppen betrifft, könnte Triest meiner Meinung nach gerne etwas mehr bieten. Nichtsdestotrotz ist das Kaufhaus coin ein Muss bei jedem Triest-Aufenthalt, dort fand sich noch jedes Mal ein schönes Stück, z.B. für die Wohnung. Beim Flanieren durch die Stadt habe ich diesmal durch Zufall ein paar Trödelläden entdeckt. In einem musste ich die vier weißen Espressotassen einfach mitnehmen (irgendwo findet sich in der Küche sicher noch Platz, die sind schließlich eh so klein…). In einem anderen Laden gab es sehr viele coole Dinge wie alte Koffer, Schilder und Möbel. Von dort musste eine alte orange Biscotti-Blechdose unbedingt mit nach Hause.

Sehr schön wohnen kann man im Hotel Savoia Excelsior Palace (in der Nebensaison an den „Randzeiten“ wie z.B. unter der Woche sind die Zimmerpreise durchaus erschwinglich). Neben der sehr schönen Ausstattung und dem ausgezeichneten Service ist die zentrale Lage mit Blick auf den Hafen und das Meer ein großer Pluspunkt.

Möchte man am Ende des Urlaubs nicht diritissima nach Hause fahren, dann unternimmt man am besten noch einen kleinen Ausflug ins Collio, die Weingegend des Friaul. Zahlreiche Weinberge befinden sich beispielsweise in der Umgebung des kleinen Städtchens Cormons. Einfach bei einem Supermarkt Halt machen, Prosciutto, Käse, Oliven und Brot kaufen, Weinberg in der Sonne suchen und nochmal das dolce far niente genießen, bevor es wieder zurück in die Heimat geht.

Essen & Trinken
Buffet da Pepi, Via della Cassa di Risparmio 3 (in der Nähe der Börse)
Caffè degli Specchi, Piazza dell’Unità
Caffè Illy, Via delle Torri 3
Café Tomaseo
Gran Malabar, Piazza San Giovanni 6
Pizzeria Fratelli La Buffala, Via Roma 11
SaluMare, Via di Cavana 13/a
Aperitif-Straße: Via San Nicolo

Shoppen
Corso Italia
coin, Corso Italia 16

Schlafen
Hotel Savoia Excelsior Palace

 

Martina

Salut ihr Lieben! Ich bin Martina, ich mag Sommer & Wasser und Winter & ganz viel Schnee. Ich bin ein Fan vom casual chic - Schwarz und Grau sind meine Lieblingsfarben. Mein French-Touch lässt sich durch die vielen Streifenshirts in meiner Garderobe auch nicht ganz verstecken.

More Posts

One comment on “Gast-Reisebericht Triest von Limonelle”

  1. Wie schön, ich liebe Triest! 🙂 Und als ich das letzte Mal dort war, haben wir tatsächlich auch im Savoy übernachtet! 😉

Kommentar verfassen